__ Feldklasse in Möhre und Zwiebeln
Erhebliche Kosteneinsparung: Hacken in Doppel- und Dreifachreihen möglich
Möhren, Pastinaken und Zwiebeln werden oft in Doppel- oder Dreifachreihen mit einem Reihenabstand von etwa 7 cm angebaut.
Die Rukaby und die Pacorel können, wegen des Rotationsprinzips, in diesen engen Reihenabständen hacken (ab 5 cm). Dadurch kann sehr viel Handjäte eingespart werden. Bei einem Reihenabstand von 7 cm sind es 30 bis 40 %.
Ungehackter Bereich mit Feldklasse Hackmaschine: 4 cm + 4 cm = 8 cm
Ungehackter Bereich mit einer konventionellen Hackmaschine, die nur außerhalb der Doppelreihe hackt: 8 cm + 3 cm= 11 cm
Der Unterschied beträgt 27 % mehr bearbeitete Fläche. Da Unkräuter, die mit den rotierenden Werkzeugen bekämpft wurden, zuverlässiger beseitigt werden, sind die Ersparnisse sogar noch höher.
Die Ersparnisse liegen somit bei 30 bis 40 %.
Vorteile des Rotationsprinzips
Im Gegensatz zu Gänsefußscharen schieben Rotationsschare die Erde nach hinten. Dadurch ist das Hacken in engen Reihenabständen möglich. Außerdem kann so selbst bei jungen Möhren ein kulturschonender Hackgang durchgeführt werden.
Ein weiterer Vorteil ist, dass keine Erde vom Damm geworfen wird und das Dammvolumen somit erhalten bleibt.
Clevere Werkzeuge
Beim Hacken besteht die Gefahr, dass die Sämlinge mitsamt der Kruste verschoben oder hochgehoben werden. Dafür haben wir spezielle Werkzeuge entwickelt: Schneidscheiben und Zackenscheiben. Sie bereiten den Boden vor und ermöglichen es Landwirten, zwischen den Reihen sehr aggressiv zu arbeiten, ohne die Kulturen zu beeinträchtigen.
Auf sehr leichten Böden ist der Vorteil der rotierenden Werkzeuge besonders groß. Unkräuter werden ausgezogen, Feinwurzeln scheren ab und das Unkraut vertrocknet sehr effizient.
Schneidscheiben laufen links und rechts der Reihen und schützen die Kulturen vor Erdwurf und ermöglichen, bei schweren Böden, eine genaue Trennung, des unbearbeiteten vom bearbeiteten Bereich. Die Schneidscheiben laufen links und rechts der Reihen und ermöglichen bei schweren Böden eine genaue Trennung des unbearbeiteten vom bearbeiteten Bereich. Zudem schützen sie die Kulturen vor Erdwurf. Wenn der Erdwurf vollständig verhindert werden soll, besteht die Möglichkeit, Schutztunnel zu verwenden.
Anpassung an alle Böden:
Leichte Böden: Besseres Hackergebnis als mit Scharhacken — Unkraut wird sauber herausgezogen und vertrocknet an der Oberfläche. Scharhacken hingegen können erneutes Anwachsen begünstigen.
Lehmiger Sand (3–5 mm Kruste): Zum Brechen der Kruste und Anlegen einer Sollbruchstelle entlang der Reihe genügt die Zackenscheibe.
Stark lehmige/tonige Böden (dicke Krusten oder Verschlämmung):
• Unter trockenen Bedingungen sind Schneidscheiben notwendig
• Unter feuchten Bedingungen bestückte Austauschwelle ohne Schneidscheiben verwenden, um Verstopfung zu vermeiden. Der Wechsel der Austauschwelle ist ca. 5 Minuten Aufwand für eine Person
• Schutztunnel bringen bei sehr empfindlichen Kulturen einen zusätzlichen Schutz gegen Erdwurf
Anwendung von Pacorel oder Rukaby in Möhren
Das Abflämmen vor dem Auflaufen der Kultur oder die Applikation von Bodenherbiziden tötet Unkraut im Vorauflauf effektiv und flächendeckend ab. Dabei schaffen es einige Unkräuter, vor allem bei Bodenherbiziden, noch aufzulaufen.
1. Der erste Hackgang erfolgt im Keimblatt- oder ersten Laubblattstadium. Aufgrund der geringen Erdbewegung und der richtigen Erkennung durch das Kamerasystem ist er sehr kulturschonend.
2. Ein zweiter oder auch schon dritter Hackgang erfolgt je nach Unkrautdruck meistens nach zwei Wochen und spätestens beim vierten Laubblattstadium.
3. Ab dem vierten Laubblattstadium verhaken sich die Blätter der Möhren ineinander, wodurch das Hacken nach Entnehmen einzelner Werkzeuge noch außerhalb der Reihen möglich bleibt.Das Wachstum der Möhren nimmt zwischen dem vierten und sechsten Laubblattstadium zu. Nach dem sechsten Laubblattstadium werden im Dammbau nur noch die Dammtäler und -flanken gehackt.
Vorhandene Hacken für Dammtäler und -flanken können zusätzlich zur Pacorel verwendet werden. Gerne besprechen wir Ihre individuelle Integration. Ab 2026 gibt es auch eine kombinierte Hackmaschine, die zusätzlich die Flanken und Täler bearbeitet.
Reihenführungssysteme
Gerade bei eng gesäten Kulturen ist es wichtig, präzise zu hacken und eine genaue Reihenführung zu gewährleisten. Dies wird durch unser Kamerasystem und die automatische Reihenführung ermöglicht.Die Kamera erkennt Pflanzenreihen und steuert den Verschieberahmen automatisch an.
Derzeit ist ein neues Kamerasystem in Erprobung, das insbesondere die Erkennung von sehr kleinen Zwiebeln deutlich verbessert. Gerne bieten wir Ihnen dieses System als Vorserienmodell an.
Eine günstigere Alternative zum automatischen Kamerasystem ist die Verwendung eines Joysticks in der Schlepperkabine. Damit ist der Traktorist gefordert, die Reihenführung selbst elektrohydraulisch zu übernehmen.
Dafür wird ein Bildschirm verbaut, auf dem die Positionierung der Werkzeuge zur Reihe zu sehen ist.Wenn der Traktor mit GPS fährt kann der Fahrer so kostengünstig den Versatz zur Reihe korrigieren.